Erntedankfest im Ortsverband Gesmold

Erntefest - Habt ihr auch gefeiert?

Gestern fand im Ortsteil Gesmold in Melle das jährliche Erntedankfest statt. Gemeinsam mit unseren Dorfbewohnern wurde bis in die Morgenstunden gefeiert. Dieses Jahr hat auch ein grünes Kreuz, als Zeichen des stillen Protestes, der deutschen Landwirtschaft im Eingangsbereich seinen Platz gefunden. Als Eintrittsband wurden grüne Armbänder verteilt. Speis und Trank basierten natürlich auf heimischen Produkten.

Was wollen wir eigentlich damit ausdrücke? Wir sind mit Leib und Seele Landwirte. Ja, Landwirte und keine Zauberer. Es funktioniert einfach nicht per Gesetz zu beschließen, dass wir mit immer mehr Auflagen, immer teurer produzieren sollen. Das würde ja im Umkehrschluss mit sich bringen, dass wir gesetzlich verbieten, günstig einzukaufen und nur noch den ernähren, der es sich leisten kann. Fragen, die man auch mal in Anbetracht der Diskussionen rund um die Landwirtschaft stellen muss, die aber viele ausblenende, da fordern einfach viel bequemer ist.

Deshalb lasst uns nicht so viel Zeit darin vergeuden, Landwirtschaft als Sündenbock für alles zu nehmen. Viel besser ist es doch, "Gemeinsam" Kraft dafür aufzubringen, konstruktiv Herausforderungen anzunehmen, in den Dialog zu treten, einander zuzuhören, zu vertrauen, einander werzuschätzen und nach Lösungen zu suchen. Das bringt uns allen auch insofern was, dass wir unsere heimische Landwirtschaft erhalten. JA, UNSERE HEIMISCHE LANDWIRTSCHAFT, LIEGT UNS UND LETZTLICH ALLEN AM HERZEN.

Dankeschön für Eure tollen Rückmeldungen ("Ich möchte die heimischen Lebensmittel behalten, regional und von echten Landwirten die mit Herzblut dahinter stehen. Wo soll das denn noch hinführen mit diesem ganzen billig Konsum? Mir macht das ehrlich gesagt Angst und ich denke oft an meine Enkel, wie werden sie später leben müssen, mit was für Lebensmittel wenn dann keiner mehr weiß was woher kommt.") und die richtig geile Party. Hat Spaß gemacht mit Euch zu feiern!

Auf gute Nachtbarschaft und ganz herzliche Grüße von Euren Landwirten auch durch die grünen Armbänder.

Dafür stehen die grünen Kreuze:

JA zum:

  • Klimaschutz
  • Naturschutz
  • Gewässerschutz
  • Tierschutz
  • Erhalt der Artenvielfalt

Aktion "grüne Kreuze" und Verteilung "grüne Bänder"

Überall in Melle kann man "grüne Kreuze" auf den Feldern stehen sehen. Sie stehen dort als "Mahn-Kreuze" und sollen auf die Folgen des Agrar-Paket's und die allgmeine Lage der Landwirtschaft hinweisen. Sie stehen für einen stillen Protest der Landwirte und sollen wachrütteln das die Existenz vieler Betriebe gefähret ist und dadurch auch die Versorgung der Bevölkerung mit regionalen Lebensmitteln.

Zum Zeichen der Verbundenheit werden grüne Bänder mit der Aufschrift "DEIN Bauer / DEINE Zukunft" verteilt. Die Bänder wurden an verschieden Erntedank-Gottesdiensten an die Teilnehmer verteilt. Weiterhin haben wir grüne Bänder, ein kleines grünes Kreuz und ein Hinweisschild an örtliche Metzgereien/Schlachtereien verteilt, unter anderem an Lammerschmidt - Melle-Mitte, Wiehenkamp Wurstwaren - Neuenkirchen, Markant Ulrich Breeck - Gesmold und das EDEKA Center Altenbernd - Melle-Mitte. Außerdem sind bei der Raiffeisen Warengenossenschaft Osnabrücker Land eG - Melle auch grüne Bänder zu finden.

Bild: entstanden bei Wiehenkamp Wurstwaren in Neuenkirchen

 

 

Erntedank-Gottesdienst Ev.-luth. Christophorus-Gemeinde Neuenkirchen

Am Sonntag den 06.10.2019 hat Frau Pastorin Daniela Uhrhan-Holzmüller zum Erntedankfest eine Predigt vor der ev.-luth. Christophorus-Gemeinde Neuenkirchen gehalten. In der Predigt steckt "ganz viel Herzblut drin.." und wir möchten uns bei Frau Pastorin Daniela Uhrhan-Holzmüller bedanken, dass sie uns gestattet einen Teil der Predigt zu veröffentlichen.

...

Und ich möchte heute auch ganz bewusst Partei für unsere Landwirte ergreifen. Ich kenne viele unserer Landwirte hier um und in Neuenkirchen. Ich war schon auf vielen Höfen, ich habe schon viele Gespräche geführt, habe Nöte und Sorgen gehört. Und ich sehe, wie sehr sie sich bemühen nachhaltig zu wirtschaften. Wie sie verantwortungsbewusst mit der Natur umgehen. Wie viele verschiedene Fruchtfolgen kommen oft in einem Jahr in den Boden, damit dieser nicht einseitig genutzt oder ausgenutzt wird, sondern wieder mit neuen Nähstoffen, Stickstoff und Mineralien versetzt wird. Ich habe gesehen, wie die Landwirte hier ihre Tiere halten. Dass unsere Landwirte  ihre Tiere im Stall kennen und auf sie Acht haben, dass sie möglichst artgerecht gehalten werden, dass sie sich um kranke Tiere kümmern, mit Respekt vor Gottes Schöpfung. Ich war auf den Höfen und in den Ställen, ich weiß, dass es das schon gibt: Landwirte, die sich bewusst Gedanken machen, wie sie ihren Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung leisten können, die überlegen, wie sie ihre Landwirtschaft ausrichten sollen, die sich verantwortlich fühlen bei den Fragen der Verpachtung, der Energie- und Lebensmittelproduktion, beim Einsatz von Medikamenten und Zuchtmöglichkeiten, im Hinblick auf Direktvermarktung und entsprechende Lebensmittelqualität.

Ich denke, dass sie alle schon einmal die grünen Kreuze auf den Äckern gesehen haben. Diese Kreuze sollen wachrütteln, auf das Hofsterben Aufmerksam machen und Herr Kinnius, als Geschäftsführer des Landvolkes Melle, ist heute zu mir gekommen und hat uns diese grünen Bänder mitgebracht, mit der Aufschrift: „ DEIN Bauer/ DEINE Zukunft“ Und ich möchte Sie bitten, dieses Band mit zu nehmen und zu tragen um damit Solidarität mit unseren Landwirten zu zeigen. Ich werde es tragen. Denn ich finde es einfach skandalös und aus meiner Sicht zeugt es von großer Ignoranz und Arroganz, wenn man einen ganzen Stand ohne Ansehen der Einzelnen verurteilt , Gesetze und „Agrarpakete“ erlässt, die es den kleinen und mittleren Betrieben unmöglich machen weiterhin zu bestehen, die Höfe kaputt machen, die seit Generationen im Familienhand waren, die Familien in den Ruin treiben, ohne vorher auch nur einen Stall und einen Hof von innen gesehen zu haben. Ich sage heute ganz bewusst unseren Landwirten: „Danke“. Danke für euren Einsatz und eure Anstrengungen. Danke für diese Art der Landwirtschaft. Und glücklicherweise gibt es inzwischen auch schon Geschäfte, die sich auf Kunden ausrichten, die diese Art der Landwirtschaft würdigen, die bereit sind auch einen fairen Preis zu zahlen und die sich Gedanken über Artgerechte Tierhaltung machen. Natürlich weiß ich auch, dass es nicht leicht ist, sich damit durchzusetzen und zu behaupten. Und ich weiß auch, dass nicht jeder die finanziellen  Möglichkeiten hat, danach zu leben und einzukaufen. Denn natürlich hat das alles eben auch seinen Preis. An der Milchtankstelle kostet dann der Liter Milch eben auch 1,50 €. Ein letztlich fairer Preis und auch das wissen wir alle.

...

Erntedank-Gottesdienst

Der alljährliche Erntedank-Gottesdienst ist für unsere Landwirte immer eingang besonderer Gottesdienst, an dem wir einfach mal DANKE sagen können, dass wir in unserer Region frei von Hunger sind und wo wir uns mit den Menschen unseres Dorfes gerne engagieren. Lebensmittel werden mit so viel Emotionen erzeugt und sind ein großes Geschenk der Natur, von Gott und unserer aller Anstrengungen. Um dieses auszudrücken, haben unsere Landwirte in über 100 Stunden eine Erntekrone gebunden und die Kirche wie auf den Fotos geschmückt. Außerdem haben wir als Zeichen der Wertschätzung Äpfel und grüne Armbänder verteilt.

Gemeinsam mit unseren Dorfbewohnern durften wir die Messe vorbereiten. Dieses Jahr hat auch ein grünes Kreuz, als Zeichen des stillen Protestes, der deutschen Landwirtschaft hier seinen Platz gefunden.

Protest wofür?

Dafür, uns bitte einmal zuzuhören! Wir sind mit Leib und Seele Landwirte.
Ja, Landwirte und keine Zauberer.
Es funktioniert einfach nicht per Gesetz zu beschließen, dass wir mit immer mehr Auflagen, immer teurer produzieren sollen. Das würde ja im Umkehrschluss mit sich bringen, dass wir gesetzlich verbieten, günstig einzukaufen und nur noch den ernähren, der es sich leisten kann.
Fragen, die man auch mal in Anbetracht der Diskussionen rund um die Landwirtschaft stellen muss, die aber viele ausblenden, da fordern einfach viel bequemer ist.

Deshalb lasst uns nicht so viel Zeit damit vergeuden, Landwirtschaft als Sündenbock für alles zu nehmen. Viel besser ist es doch, "Gemeinsam" Kraft dafür aufzubringen, konstruktiv Herausforderungen anzunehmen, in den Dialog zu treten, einander zuzuhören, zu vertrauen, einander wertzuschätzen und nach Lösungen zu suchen. Das bringt uns allen auch in sofern was, dass wir unsere heimische Landwirtschaft erhalten.

JA, UNSERE HEIMISCHE LANDWIRTSCHAFT, LIEGT UNS, UND LETZTLICH ALLEN AM HERZEN.

Dankeschön, dass wir die Bedeutung auch in die Lesung mit einfließen lassen durften, und Danke, dass die Kirche auch für solche Fragen Platz einräumt.

Auf gute Nachbarschaft und ganz herzliche Grüße von Euren Landwirten auch durch die Grünen Armbänder.

 

Erntedank in Melle

ERNTEDANKE in Melle... Dieses Jahr mit einem grünen Kreuz als Symbol dafür, dass wir auch in Zukunft unsere deutsche Landwirtschaft erhalten wollen.

Stellenausschreibung des Landkreis Osnabrück

Der Landkreis Osnabrück sucht zur Verstärkung des Landkreisteams eine amtliche Fachassistentin / einen amtlichen Fachassistent.

Die Stellenausschreibung dazu finden Sie hier --> Stellenausschreibung amtliche*r Fachassistent*in

Sofern Sie noch nicht über eine entsprechende Ausbildung zur amtlichen Fachassistentin / zum amtlichen Fachassistent verfügen, können Sie sich alternativ bis zum 31.10.2019 für eine entsprechende Ausbildung beim Landkreis Osnabrück bewerben --> Stellenausschreibung Ausbilung amtliche*r Fachassistent*in

Der Landkreis freut sich auf Ihre Onlinebwerbung unter www.landkreis-osnabrueck.de/karriere.

 

 

Informationsveranstaltung ADNOVA +

Aus der Buchstelle:

-ADNOVA + - Informationsveranstaltung und Schulung im Haus der Landwirtschaft-

Am 24.09.2019 war unser Partner die Land-Data GmbH im Haus und hat uns und einigen Landwirten die neue Software ADNOVA + vorgstellt. Das Produkt ist Ihre moderne Lösung um den Büroalltag zu vereinfachen bzw. zu digitalisieren. Ihre Belege werden digital archiviert und stehen Ihnen jeder Zeit zur Verfügung, auch mobil per App.

Informieren über das Programm können Sie sich auf der Seite www.landdata.de oder bei uns im Haus bei Nadine Kunefke Tel. 05422 950 211 einholen.

DBV-Veredelungstag 2019

Auf dem DBV-Veredlungstag im westfälischen Coesfeld haben wir heute mit anderen landwirtschaftlichen Kommunikationsexperten über die verschiedenen Wege gesprochen, auf denen Tierhalter mit Verbrauchern in Kontakt kommen können. Neben Beispielen aus der Praxis haben wir auch einige Anregungen für unsere weitere Arbeit mitgenommen.

Ein wesentliches Fazit: Niemand kommuniziert authentischer als der Landwirt selbst.

Grüne Kreuze

Kommen unsere Lebensmittel zukünftig überwiegend aus dem Ausland? Ist das gewollt? Die deutschen Landwirte fürchten um ihre Existenz. Nicht durchdachte Agrargesetzte sorgen dafür, dass immer mehr Betriebe aufhören. Als stillen Protest stellen Landwirte in ganz Deutschland grüne Kreuze auf. Auch das Meller Landvolk beteiligt sich an verschiedenen Standorten an dieser Aktion, um auf die Situation aufmerksam zu machen.

Tag der guten Tat 2019

Gerne haben wir uns vom Ortslandvolkverband Gesmold am Tag der guten Tat beteiligt. Vertreter vom Tierschutz Nordrhein Westfalen und vom Landvolk Gesmold haben sich zum Austausch am Aktivstall für Schweine der Familie Mörixmann getroffen. BRÜCKEN BAUEN STATT MAUERN, bringt uns gemeinsam voran.